Agoraphobie (Platzangst)

Agoraphobie (Platzangst) – Angst vor (räumlich) weiten Plätzen – ICD-10 F40.00, F40.01

Die Agoraphobie beschreibt die Angst vor öffentlichen Plätzen. Die Angst davor, dass an einem Ort, aus dem es kein schnelles Entrinnen gibt, ein Angstanfall auftritt. Diese Phobie wird auch als Platzangst bezeichnet. Es besteht die Angst davor, dass man keine schnelle Hilfe bekommt oder es peinlich wird. Dies kann im Extremfall dazu führen, dass die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden kann. Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen angstbedingt weite Plätze oder Reisen allein oder generell meiden. Die Agoraphobie tritt häufig zusammen mit einer Panikstörung auf.

 

Symptome:

  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Herzschlagen bzw. Herzrasen
  • Magen- und Darmprobleme
  • Man kriegt keine Luft
  • Schwitzen
  • Man bekommt Schmerzen in der Brust
  • Zittern
  • Angst vor Kontrollverlust

Meist dauert so ein Anfall ungefähr dreißig Minuten. Manchmal zeigen sich diese Ängste auch einfach so ohne konkreten Anlass. Auslöser dafür können schädliche Gedanken sein, also z.B. der Gedanke, alleine zu sein, aber auch körperliche Symptome wie ein schneller Herzschlag.

 

Die Betroffenen haben Angst vor einer Vielzahl von Situationen:

  • Menschenmengen
  • Flugzeuge
  • öffentliche Orte
  • Bahnfahren oder Busfahren
  • vor Kaufhäusern
  • vor dem Autofahren
  • vor Aufzügen usw.

Dahinter steht aber immer die Angst davor, sich nicht in Sicherheit zu fühlen und notfalls keine Hilfe zu bekommen.

Wenn die Angst und das unangenehme Gefühl für die Personen zu belastend werden, isolieren sie sich völlig und vermeiden es, das Haus zu verlassen. Wenn es jedoch notwendig ist, sich in eine, von der Person gefürchtete Situation zu begeben, werden oftmals andere Personen als Begleitung mitgenommen, die eine Sicherheit für die betroffene Person darstellen.

 

Die Agoraphobie ist die Angststörung, die am häufigsten auftritt.
Auch tritt sie bei Frauen ca. dreimal öfters auf als bei Männern.

Das erste Auftreten dieser Störung ist meist im Alter von 20 – 35 Jahren und in der Regel erstmals an einem öffentlichen Ort.
Im Laufe der Erkrankung kann es durchaus angstfreie Wochen gegen, tatsächlich sollte man die Agoraphobie aber behandeln lassen, da man sie sonst nicht mehr los wird. Außerdem flüchten sich viele Betroffene in eine Sucht wie Alkohol (Mut antrinken) oder Tabletten.
Und schließlich ist bekannt, daß einige wenige Betroffene auch den Suizid in Betracht ziehen.

Man sollte also eine Therapie beginnen, z.B. eine Verhaltenstherapie oder Hypnotherapie!

 

Wortherkunft:

Agoraphobie

griech.: „agorá“  = Marktplatz;  griech.: „phóbos“  = Angst

 

Das Gegenteil zur Agoraphobie (Platzangst) ist die Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen), die in der Fachsprache als Raumangst bezeichnet wird (isolierte Phobie gemäß der Norm ICD-10 F40.2).

 

 

ICD-10 = Agoraphobie
F40.00 = Ohne Angabe einer Panikstörung
F40.01 = Mit Panikstörung
 

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