Metapher Die fromme Schlange

Metapher Die fromme Schlange. Einst lebte eine giftige Schlange vor der alle Angst hatten. Dann kam ein Mann des Weges und sprach…

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Metapher Die fromme Schlange

 

Einst ließen Hirten ihre Tiere auf einer Weide grasen, auf der eine giftige Schlange lebte.

Alle hatten Angst vor ihr. Eines Tages kam ein Mann des Weges. Die Jungen liefen auf ihn zu und sagten: „Geh nicht diesen Weg, da lebt eine giftige Schlange.“

„Ich habe keine Angst vor Schlangen,.“ entgegnete er und ging über die Wiese. Als die Schlange mit erhobenem Haupt auf den Mann zukam, sprach er einige besänftigenden Worte zu ihr. Da legte sie sich wie eine Regenwurm zu seinen Füßen hin.

Der Mann sagte: „Was hat dich so verletzt und verärgert, daß du mich so angreifst? Ich werde dir ein Gebet sagen, wenn du es wiederholst, wird dein Ärger dich verlassen und du wirst Frieden finden.“ Er sagte der Schlange die Worte und erläuterte sie ihr. Die Schlange verneigt sich vor ihrem Lehrer und fragte: „Wie soll ich das Gebet anwenden?“

„Wiederhole die Worte sooft, wie du möchtest, auch im Stillen. Sie werden in dir ihre Wirkung zeigen“, sagte der Lehrer, „und füge niemandem Schaden zu!“ Damit ging er wieder seines Weges. Einige Tage vergingen und die Hirten bemerkten, dass die Schlange nicht mehr biss. Da warfen sie mit Steinen nach ihr., doch statt zornig zu werden, verteidigte sie sich nicht, sondern erduldete alles still. Daraufhin gingen die Jungen dichter heran, ergriffen sie von hinten, schlugen sie mehrmals auf den Boden, bis sie bewusstlos war und warfen sie fort, weil sie glaubten dass sie tot sei.

Nach etwa einem Jahr kam der Mann wieder vorbei und fragte nach der Schlange. Die Hirten sagten ihm, sie sei tot. Er glaubte ihnen nicht, ging zur Wiese und rief die Schlange. Als sie die Stimme ihres Lehrers vernahm, kam sie aus ihrem Versteck. „Wie geht es dir?“ fragte der Mann. „Es geht mir gut“, sagte die Schlange. „Aber warum bist du so mager?“ fragte der Lehrer.

Die Schlange erwiderte: „Ihr habt mir befohlen, niemanden zu verletzen, daher habe ich von Blättern und Früchten gelebt. Das hat mich wohl so abmagern lassen.“ Der Mann sagte: „Es kann nicht allein der Mangel an Nahrung sein, der dich in diesen Zustand gebracht hat, du bist voll mit Narben. Was ist geschehen?“

Da erzählte die Schlange, dass die Jungen sie auf den Boden geschleudert und geschlagen hatten. Empört rief der weise Mann: „So waren meine Worte nicht gemeint! Ich habe gesagt, dass du kein Unheil anrichten und nicht mehr zubeißen sollst. Doch du darfst dich natürlich selbst schützen! Wenn du dich hoch aufrichtest und zischst, haben deine Gegener Angst und Respekt vor dir. Du selbst kannst dabei innerlich völlig ruhig und gelassen bleiben und bist damit dir und deinem Versprechen treu geblieben.“

Verfasser unbekannt

(gefunden auf geschichten-netzwek.de)

 

 

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