Metapher Alles ist gut so wie es ist

Metapher Alles ist gut so wie es ist: Es war einmal ein Kalif, der wollte gerne alle Weisheiten erfahren. So schickte er jedes Jahr…

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Metapher Alles ist gut so wie es ist

 

Es war einmal ein Kalif, der wollte gerne alle Weisheiten erfahren. Da ihn aber seine Regierungsgeschäfte im Palast festhielten, schickte er jedes Jahr seinen Großwesir zu einem Weisen in seinem Lande, damit er wieder eine neue Weisheit für ihn erlerne.

Jedes Mal wartete er voller Ungeduld auf die Rückkehr seines Großwesirs und als dieser wieder einmal von einer Reise zurückkehrte, fragte ihn der Kalif gleich: „Nun, welche Weisheit hast du denn dieses Mal mitgebracht?“

Der Großwesir antwortete: „Alles ist gut.“ „Ja schön!“ sagte der Kalif. „Was hast du noch gelernt?“ Aber der Großwesir sagte wieder nur: „Alles ist gut, so wie es ist.“

„Das mag ja sein“, erwiderte der Kalif, jetzt schon ungeduldig, „aber welche Weisheit hast du denn noch mitgebracht?“ Doch der Großwesir antwortete wieder nur: „Alles ist gut, so wie es ist.“

Da wurde der Kalif richtig wütend, denn damit war er gar nicht zufrieden und, um sich abzulenken, ließ er seinen Barbier rufen, damit er ihm den Bart schneide. Weil der Kalif aber so wütend und unruhig war, schnitt ihm der Barbier aus Versehen in die Wange. Da wurde der Kalif erst richtig wütend und ließ seinen Barbier in den Kerker werfen.

Seinen Großwesir aber fragte er: „Findest du auch das gut, dass mich der Barbier jetzt in die Wange geschnitten hat?“ Der Großwesir aber antwortete wieder nur ganz ruhig: „Alles ist gut, so wie es ist.“

Jetzt wurde der Kalif so wütend wie nie zuvor und ließ sogar seinen Großwesir in den Kerker werfen. Und um seine Ruhe wieder zu finden, ließ er sein Pferd satteln und ritt wütend immer weiter und weiter, ohne auf Weg und Steg zu achten.

So kam er in das Land der Menschenfresser. Die fingen ihn ein und wollten ihn gerade fressen, da entdeckten sie den Schnitt in seiner Wange. Angewidert setzten sie ihn auf sein Pferd und schickten ihn wieder zurück, denn sie fraßen nur makellose Menschen. Der Kalif ritt froh und dankbar wieder nach Hause und machte sich Vorwürfe wegen seiner Ungerechtigkeiten. Erst jetzt erkannte er die Weisheit und wie gut es war, dass der Barbier ihn geschnitten hatte.

Als er im Palast angekommen war, ließ er sofort den Barbier frei, öffnete selbst seinem Großwesir die Kerkertür und entschuldigte sich immer wieder für seine große Ungerechtigkeit . Aber der Großwesir antwortete wieder nur: „Alles ist gut, so wie es ist.“

Darauf sagte der Kalif: „Wenn ich nicht immer noch so traurig und betroffen wäre über meine Ungerechtigkeit, könnte ich schon wieder wütend werden über diese Worte von dir. Was kann denn daran gut sein, dass ich dich in meinem ungerechten Zorn in den Kerker werfen ließ, nur weil du mir eine Weisheit sagtest, die ich damals noch nicht verstand?“

Aber der Großvisier sagte wieder nur: „Alles ist gut, so wie es ist. Denn siehe, wenn du mich nicht hättest in den Kerker werfen lassen, wäre ich selbstverständlich bei deinem Ritt wie immer an deiner Seite gewesen und mit dir gefangen worden. Mich hätten die Menschenfresser aber gefressen, denn mein Körper ist makellos.“

Und da erkannte auch der Kalif endlich die große Weisheit: Alles ist gut, so wie es ist.

Verfasser unbekannt

 

Hypnose Berlin

 

 

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