Paphophobie

Paphophobie – Angst vor Gräbern – ICD-10 F40.2, spezifische Phobie

Die Paphophobie gehört zu den spezifischen Angststörungen und bezeichnet die krankhaft übersteigerte Angst vor Gräbern.

Der Betroffene meidet somit Friedhöfe (siehe auch Koimetrophobie ).

Diese Angst kann ursächlich auf der Angst vor dem Tod beruhen (Thanatophobie) oder die Angst vor lebendigen Toten.

Das mittelalterliche Denken beruhte darauf, dass wenn der Mensch am jüngsten Tag auferstehen sollte, dann konnte er ja wohl nicht völlig tot, sondern nur in einer anderen Existenzform lebendig sein.

Und dieses Denken wurde (nach damaligen Wissenstand) ja auch bestätigt.
Die sich zersetzenden und auf den Friedhöfen nach der Beisetzung ab und zu wieder ans Tageslicht gelangten Leichen bewegten sich, vergossen blutähnliche Flüssigkeiten, schmatzten und knirschten mit den Zähnen, Körperhaare und Nägel wuchsen angeblich weiter, Frauen konnten sogar im Sarg gebären. Bei Ausgrabungen auf dem Klosterfriedhof von Abelhold gibt es eindrucksvolle Zeugnisse einer Sarggeburt. Zwischen den Oberschenkeln einer jungen Frau lag der ausgetriebene Fötus. Das solches „Nachleben“ und „Nachzehren“ der Toten dem Verwesungsprozess zu verdanken war, den bei der Verwesung entstehenden Faulgasen, die Körperteile bewegten und gar die postmortale Geburt einleiteten. wussten die Menschen nicht. Darüber machten sie sich auch gar keine Gedanken, da sie ja von der Fortexistenz der Verstorbenen überzeugt waren, das sie wiederkehren könnten, um zu helfen oder zu strafen. (Quelle: Rowane.de)

 

Siehe auch  Placophobie = Angst vor Grabsteinen

 

Wortherkunft:

Paphophobie

?; griech.: „phobos“  = Angst

 

 

ICD-10 = F40.2   Spezifische (isolierte) Phobien
 

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